Direkt zum Hauptbereich

Essen

Das Essen hier ist sehr gut, außer dass an Gewürzen gespart wird und es sich mit der Zeit wiederholt. Matooke zum Beispiel. Matooke wird aus speziellen grünen Essbananen gemacht und schmeckt ungefähr so wie Kartoffelpüree nur ungewürzt. Matooke gibt es hier zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Damit es warm bleibt wird es in Bananenblättern  aufbewahrt. Der Topf in dem Matooke gekocht wird ist mit Bananenblättern ausgelegt. Auch Posho ist hier sehr beliebt und wieder es schmeckt nach nichts. Am besten ist es mit Gemüse und Sauce. Posho kann man sich wie einen weißen Maisbrei vorstellen. Hier in Uganda werden auch sehr viele Bohnen und Reis gegessen. Gemüse wird in verschiedensten Arten zu bereitet und ist immer sehr weich gekocht. Gnut das ist sehr gewöhnungsbedürftig und die Farbe ist auch naja ungewohnt. Bei Gnut handelt es sich um eine fliederfarbene Nusssauce die über jegliches Essen wie Reis oder Matooke gegeben wird. Nach was sie schmeckt kann ich wirklich nicht schreiben, irgendwie nicht nach viel. Chapati werden in Uganda auch sehr viele gegessen. Die sind wie Indische Fladenbrote nur werden diese in viel mehr Fett herausgebraten. Aus Chapati werden sogenannte Rolex und Kikomando gemacht. Rolex, nein es handelt sich nicht um die Uhr. Ein Rolex besteht aus einem Chapati, einem Spiegelei, Tomaten und Kohl. Diese Zutaten werden dann wie ein Omelett zusammengerollt und gegessen. Mhm, das ist wirklich gut und wird auch als Studentenfutter verstanden. Kikomando sind Bohnen und Sauce mit klein zusammengeschnittenen Chapati. Ich selber habe Kikomando noch nicht probiert. Hier in Uganda werden unter jeglicher Art von Nudeln Makarons verstanden. Egal ob es sich um Spaghetti, Penne oder Mascherlen handelt, es sind immer Makarons.
In der Nähe von unserer Arbeitsstelle ist ein super leckeres Somali Restaurant. Fine und ich haben beschlossen dort öfters hin zu gehen. Das Essen dort ist traumhaft. Es ist gut gewürzt und einfach mmmmmmmhmmmmm. Auch gibt es dort freies WIFI ;). In  Uganda isst man meist mit den Händen. Ich bekomme, wie meine Gasteltern eine Gabel oder einen Löffel. Die Kinder jedoch essen mit den Händen. In dem Somali Restaurant aß ich das erste Mal mit meinen Händen. Das ist eigentlich ein sehr natürliches Gefühl. Am Anfang ist es zwar etwas strange, aber mit der Zeit wird es immer besser und macht auch Spaß. In dem Restaurant bekam ich zu meinen Makarons und Reis eine Sauce mit Fleisch. Erst als ich es fast gegessen hatte, erfuhr ich, dass es sich bei dem Fleisch um Kamel handelt. Buh, das ist wirklich ein sehr zähes Fleisch, schmeckt aber erstaunlich gut.
Vor jedem Essen bzw. zu jedem Essen gibt es hier Chai (Tee). Es handelt sich dabei um einen Schwarztee mit extrem viel Zucker. Hier ist sowieso vieles sehr süß, sogar das Toastbrot enthält Zucker und schmeckt etwas süßlich.

Meine Gastfamilie hat einen Herd und einen Reiskocher, jedoch kochen die meisten Menschen hier auf so kleinen Sigiri. In diesen Sigiri werden Kohlen warm gemacht und dann wird der Topf darauf gestellt. Meistens wird Öl darin erhitzt und dann das Essen hinein gegeben und gekocht, gerührt und zugedeckt, damit es warm bleibt.  Die Kochlöffel hier kommen mir extra groß vor, aber das liegt wahrscheinlich auch an den großen Portionen. Die Portionen hier sind riesig und oft viel zu groß für einen europäischen Magen ;). Es ist aber überhaupt nicht unhöflich, wenn etwas übrig bleibt.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Projekt 360°: Uganda, eine Reise wie keine andere

Die Schule war bald geschafft und ich wusste, dass mein nächster Schritt ein Sozialer Auslandsaufenthalt sein wird. Mich zog es schon immer nach Afrika und deshalb suchte ich mir ein Land im Herzen von diesem wunderbaren Kontinent aus: UGANDA. Mir war von Anfang an Bewusst, dass es ein Abenteuer werden wird und ich mit Heimwehattacken zu kämpfen bekommen werde, jedoch hielt mich nichts auf, mich darauf einzulassen und die Reise anzutreten.
Auch wenn meine Reise sich um einiges verkürzte, war es jedoch eine Erfahrung, welche mich prägen sollte. Ein Abenteuer welches ich nie missen möchte.
Deshalb beschloss ich an dem PROJEKT 360° um die Welt zu dir selbst, teilzunehmen. In diesem Projekt, schreiben Blogger über ihre Erfahrungen in einem anderen Land und zwar über ein Land welches sie veränderte.

DAS ABENTEUER BEGINNT

Meine Reise ging los und ich wusste nicht wirklich was auf mich zukommen würde. Werde ich die einzige Volontärin sein? Wie würde mein Projekt aussehen? Ich wusste nur, dass…

Afrikanische Witze

Ich war am Sonntag mit einem Betreuer von der Organisation in der Kirche und dort wurden lauter Witze über Muzungus (weiße Person) gemacht. Einen bekam ich übersetzt.
Wenn ein Muzungu Gewicht zunimmt, rennt sie/er zu seinen Freunden und sagt in voller Verzeweiflung: "Hilfe ich habe zugenommen. Ich bin so dick!". Wenn jedoch eine Frau/ein Mann aus Uganda Gewicht zunimmt, heißt es: "Danke, lieber Gott. Thank you for your blessing!" ;)

 Nun ein Rätsel: Ein Orangutan sitzt auf einer Insel und auf dieser Insel ist ein wunderschöner Orangenbaum mit richtig saftigen Orangen. Du möchtest gerne diese Orangen haben, jedoch liegt zwischen der Insel und dir ein Fluss und der Orangutan ist sehr gefährlich. Wie kommst du an die Orangen?
 (tfriw rid hcan engnarO ned tim se ssad, dnetüw os driw reiT saD. reiT med hcan enietS tsfriw uD)

Mein Reisebuddy